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Serienkiller

Dieser TikTok-Star ist ein Serienkiller – aber seine Fans feiern ihn trotzdem

 

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Ein Beitrag geteilt von Cameron Herrin (@cameronherrin_)

Dieser junge Mann wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Teenager: Sein Name ist Cameron Herrin, und bis vor Kurzem war er ein gefeierter Star auf TikTok. Sein glamouröses Leben nahm jedoch 2018 eine krasse Wendung, als bei einem illegalen Straßenrennen zwei Menschen durch ihn verstarben. Anstatt allerdings wie jeder andere Raser ohne große Widerreden verurteilt zu werden, hat sich sein Fall zu einem internationalen Skandal entwickelt. Viele Fans sind nämlich der Meinung, das Herrin auf gar keinen Fall ins Gefängnis gehen dürfe – doch die Gründe dafür sind völlig verrückt. In diesem Beitrag wollen wir euch daher die krasse Story hinter dem Prozess um den Serienkiller Cameron Herrin präsentieren. Wir zeigen euch nicht nur, wie weit einige Fans bereit sind zu gehen, sondern klären auch die Frage, wie berechtigt die Forderungen nach seiner Freiheit tatsächlich sind. Es wird also sehr interessant – deshalb bleibt dran, hier bei Wissenswert.

Wer ist Cameron Herrin überhaupt?

Bevor wir genau auf die Einzelheiten von Herrins Tat eingehen, wollen wir erst einmal die Frage beantworten, wer Cameron Herrin überhaupt ist und wieso er schon vor dem schicksalshaften Abend nicht unbekannt war. Cameron Herrin war nämlich bis zum Jahr 2018 ein erfolgreicher TikToker aus den USA. Seine Clips, in denen er tanzte, Comedy machte oder einfach für die Kamera poste, erreichten zahlreiche Klicks, und so entstand auch eine kleine Fanbase um den Amerikaner. Zwar ist über seine Vergangenheit so gut wie nichts bekannt, jedoch weiß man mittlerweile, dass der 22-Jährige aus einem stabilen, mittelständischen Haushalt in Tampa stammt. Sein Vater arbeitete als Kameramann und seine Mutter war in der Versicherungsbranche tätig. In ihrer Freizeit war die Familie stark in der örtlichen Kirche aktiv, und es machte jahrelang den Anschein, dass es sich bei der Familie Herrin um einen ganz gewöhnlichen amerikanischen Haushalt handelt. Das komplette Leben der Familie Herrin änderte sich jedoch, als Cameron im Alter von gerade einmal 18 Jahren auf TikTok durch die Decke ging.

 

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TikTok war damals noch eine relativ neue App. Cameron Herrin gehörte also zu den ersten, die hier richtig erfolgreich wurden. Innerhalb kürzester Zeit schaffte er es, zahllose Klicks auf seinen Videos zu generieren, was nicht nur dazu führte, dass er weltweit extrem bekannt wurde, sondern sich mit der Zeit auch ein recht luxuriöses Leben leisten konnte. Das Geheimnis hinter Herrins Erfolg ist dabei ganz konkret mit einer Sache verknüpft: und zwar seinem Aussehen. Vor allem seine großen Augen und das makellose Gesicht haben es unzähligen Fans angetan, weswegen es für Herrin auch nie nötig war, besonders kreativen oder einzigartigen Content zu produzieren. Oft filmte er sich einfach in Alltagssituationen mit Freunden und präsentierte vor allem sein Aussehen vor der Kamera.

Allerdings veränderte sich Cameron Herrins Leben genau so schnell, wie er plötzlich berühmt geworden war. Durch den plötzlichen Fame und dem damit einhergehenden neuen Einkommen konnte sich der junge Erwachsene nämlich binnen kürzester Zeit ein Leben mit zahlreichen Vorzügen finanzieren. So ging er nicht nur regelmäßig in den teuersten Restaurants essen. Nach seiner Führerscheinprüfung widmete er sich vor allem einem Hobby: dem Autofahren. Im Vergleich zu anderen machte Herrin allerdings keine gesitteten Spritztouren – mit der Zeit fand er immer mehr Gefallen daran, mit den schnellsten Sportwagen atemberaubende Rennen zu fahren. Bei diesem Hobby kam er zunächst auch nur mit ein paar Strafzetteln davon, bis es am 23. Mai 2018 zur absoluten Katastrophe kam.

Am 23. Mai 2018 geschah das unfassbare Unglück, bei dem Cameron zum Serienkiller wurde

An diesem Tag stieg Herrin nämlich in seinen schwarzen Ford Mustang, um gegen seinen Bruder Tristan und einen Freund namens John ein Rennen durch Tampa Bay zu fahren. Bei diesem Rennen erreichte Herrins Auto Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 164 km/h, während auf den Straßen, auf denen er fuhr, maximal 74 km/h erlaubt waren. Da es bei solchen Geschwindigkeiten nicht nur extrem schwer wird, ein Auto überhaupt noch unter Kontrolle zu halten, sondern sich vor allem der Bremsweg massiv verlängert, kam es irgendwann zur Tragödie. Und zwar wollte eine 24-jährige Mutter namens Jessica Reisinger zusammen mit ihrem einjährigen Baby die Straße überqueren. Da Herrin jedoch bei seiner massiven Geschwindigkeit vermutlich nicht realisieren konnte, was um ihn herum geschah, rammte er die beiden, was auf der Stelle ihr Leben beendete. Somit wurde Cameron zum Serienkiller. Zwar stellte sich Herrin sofort der Polizei, allerdings begann dieser furchtbare Fall jetzt erst so richtig absurd zu werden.



Da Herrin nämlich ein gefeierter TikTok-Star war, wurde schnell die Presse auf den Fall aufmerksam und berichtete über den Vorfall, als der Prozess kurze Zeit darauf begann. Im Verfahren bekannte sich Herrin dann 2021 als schuldig und wurde ohne große Einwände zu 24 Jahren Haft verurteilt. Allerdings begannen Teile des Internets nach der Verkündung richtig durchzudrehen. Innerhalb kürzester Zeit entstanden Fan-Seiten, die Cameron Herrin um jeden Preis gut darstellen wollten und sogar seine Freiheit forderten. Die Posts gingen sogar so weit, dass eine internationale Petition unter dem Hashtag „justiceforcameron“ gestartet wurde, in der über 28.000 Menschen forderten, Herrin sofort freizulassen, da er eine solche Gefängnisstrafe nicht verdient habe.

 

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Es wurden außerdem tausende Liebesbriefe an das Gefängnis geschickt, in denen vor allem junge Frauen ihre unendliche Liebe zu dem Serienkiller bekundeten und sich stark für seine Freilassung einsetzten. Laut ihnen ist der Tod der Mutter und ihrer Tochter zwar tragisch, jedoch kein Grund, ihr Idol für so lange Zeit hinter Gitter zu sperren. Einige Fans meinen nämlich, Cameron wäre zu attraktiv für das Gefängnis und, Zitat, „passe dort deshalb nicht hin“. Was auf den ersten Blick nicht nur extrem absurd, sondern auch sehr realitätsfern erscheint, hängt in Wahrheit allerdings mit einem viel tieferen Konflikt zusammen – und zwar der Frage nach Schuld und Moral.

Denn auch wenn Herrins Schuld sehr offensichtlich scheint, so hängt die Frage, ob er wirklich schuldig ist, davon ab, inwiefern er sich über sein Fehlverhalten bewusst ist. Seine Schuld am Tod zweier Menschen ist allerdings nicht nur durch ein Gericht nachgewiesen worden, er hat sich sogar selber als schuldig bekannt. Jedoch ist trotz allem nicht davon auszugehen, dass er beabsichtigte, zwei Menschen das Leben zu nehmen. Er wollte diese Tat also nicht mutwillig begehen. Da er jedoch schon öfters illegale Straßenrennen gefahren war und dafür sogar bestraft wurde, musste ihm allerdings bereits klargewesen sein, dass er fahrlässig und gefährlich handelt – und so auch mit Konsequenzen leben muss. Diese Einschätzung wird jedoch nicht von allen Unterstützern Herrins geteilt. Einer der Hauptgründe dafür ist dabei das Thema „Identifikation“.

Gerade junge Menschen suchen im Laufe des Erwachsenwerdens nach Vorbildern, nach denen sie sich richten können und die Dinge verkörpern, die man selbst schätzt und begehrenswert findet. Es ist daher ganz normal, seine eigenen Identifikationswünsche in andere hinein zu projizieren, ohne dass man weiß, ob diese Figuren dem überhaupt entsprechen können. Wenn die Vorbilder diese Ideale dann jedoch aus verschiedensten Gründen brechen – selbst wenn sie zum Serienkiller werden – kommt es schnell zu Abwehrhaltungen, da es vor allem in jungen Jahren extrem schwer fallen kann, wenn die Illusion von einem Vorbild zerbricht. In diesem Fall ist der leichtere Weg, davon auszugehen, dass das Idol nichts Falsches gemacht hat und von anderen hintergangen wurde, nur um das eigene Weltbild nicht zu ändern.

Im Falle von Herrin kommen neben dieser Identifikationsfrage aber noch zwei andere Komponenten ins Spiel, die dafür sorgen, dass sich weltweit tausende Menschen für ihn einsetzen, obwohl er zweifelsohne schuldig ist. Zum einen existiert eine wohl berechtigte Sorge, dass es ein junger Mann wie Herrin im Gefängnis vermutlich extrem schwer haben wird. Zum anderen zeigen viele seiner Unterstützer und Unterstützerinnen Anzeichen der klassischen Hybristhophilie, also einer bizarren romantischen Anziehung von Verbrechern. In der Geschichte gab es zahlreiche Verbrecher und Serienkiller wie Ted Bundy, Charles Manson oder sogar Anders Breivik, die trotz ihrer abscheulichen Taten meist weibliche Fans und sogar Liebhaberinnen hatten. Zwar ist der genaue Grund für Hybristhophilie noch nicht abschließend geklärt und wird nach wie vor von führenden Psychoanalytikern untersucht – im Falle von Cameron Herrin gibt es jedoch zahlreiche junge Frauen, die sich nach der Tat regelrecht in ihn verliebt haben.

 

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Ein Beitrag geteilt von Puji Veni Pramesti (@penot02)

Eine etwas einfachere Erklärung, warum zahlreiche junge Mädchen plötzlich eine Anziehung zu dem Tiktoker und nun Serienkiller verspüren und ihn aktiv verteidigen, kann auch einfach an dem Image liegen, das Herrin mit seiner Tat bei manchen Fans erzeugt hat. So sehen sie ihn als attraktiven Bad Boy, der rebellisch ist und Regeln und Gesetze völlig ignoriert. Obwohl hier moralisch heftige Grenzen überschritten wurden, wollen sich seine Anhänger ebenfalls seinem angeblichen Rebellentum anschließen – und setzen sich so für ihn ein. Zum Abschluss wollen wir noch kurz auf die Konsequenzen der Aktionen von Cameron Herrins Fans eingehen. Denn auch wenn sich viele nach wie vor seine Freilassung wünschen und seine Anwältin zwischenzeitlich sogar Revision deswegen beantragt hatte, so ist eine juristische Wirkung extrem unwahrscheinlich. Denn auch wenn Zehntausende Menschen mit dem Urteil unzufrieden sind, so ändert dies nichts an Herrins nachgewiesener Schuld. Aus diesem Grund wird Cameron Herrin die nächsten Jahre im Gefängnis verbringen und vermutlich erst 2045 im Alter von 45 Jahren auf freien Fuß gesetzt.

Und das war es auch schon mit unserem Beitrag über den Serienkiller Cameron Herrin und einem Gefängnisurteil, das weltweit viele Menschen nicht akzeptieren wollen, da sie den Verurteilten zu schön fürs Gefängnis halten. Schreibt uns doch mal unten in die Kommentare, was ihr über den Fall denkt und ob wir demnächst häufiger über True Crimes schreiben sollten. Ansonsten hinterlasst uns gerne eine Bewertung und schaut für weitere spannende Inhalte unbedingt auf unserer Startseite vorbei! Bis zum nächsten Mal, hier bei Wissenswert.

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