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Trash-TV

Was diese Trash-TV Stars aus den 2000ern heute machen

Die 2000er-Jahre – das Jahrzehnt von Tokio Hotel und Eminem, von iPods und DVD-Playern, von Emo-Looks und Britney Spears mit Glatze – und zu guter Letzt auch von Trash-TV. Denn Fernsehen war in den 2000ern noch etwas ganz anders als heute. Zum einen, weil Unternehmen wie YouTube und Netflix noch nicht die Medienwelt beherrscht haben – aber auch, weil es das sogenannte Asi-TV noch nicht wirklich gab.

Stattdessen gab es jede Menge Formate, die zwar an sich auch nicht besonders hochwertig waren, aber trotzdem einen bestimmten Kultcharakter hatten. So gab es Gerichtsshows, in denen Laiendarsteller Fälle diskutieren, Talk-Shows mit einfachen Menschen und viele weitere, außergewöhnliche Formate. In diesem Beitrag wollen wir daher einen Blick auf die Fernseh-Stars des letzten Jahrzehnts werfen und die Frage beantworten, was die TV-Stars der 2000er heute machen. Mit dabei sind spannende Werdegänge, traurige Schicksale und jede Menge denkwürdige Personen – also bleibt dran, hier bei Wissenswert.

Ach, und – schreibt uns doch mal unten in die Kommentare, was früher als Kind eure Lieblings-Fernsehsendung war – wir sind gespannt!

Nr. 1 – Tine Wittler

Kommen wir als erstes zu einer Frau, die inzwischen echten Trash-TV-Kultstatus hat. Die Rede ist von Tine Wittler. 10 Jahre lang moderierte die schrullige Hamburgerin die Sendung „Einsatz in 4 Wänden“. Im Rahmen der Show half sie dabei, zahlreichen, meistens sozialschwachen Menschen, ein schönes Zuhause zu zaubern. Durch ihre unterhaltsame Persönlichkeit wurde sie damit zu einer kleinen Fernseh-Ikone. Im Jahr 2013 entschied sich ihr Haussender RTL dann allerdings, „Einsatz in 4 Wänden“ aus dem Programm zu nehmen. Das Format hatte immer geringere Einschaltquoten und konnte der Konkurrenz von anderen Shows und Sendungen nicht mehr standhalten. Seitdem ist Tine Wittler mehr oder weniger von der öffentlichen Bildfläche verschwunden.

 

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Allerdings ist die ehmalige Moderatorin immer noch ein echter Wirbelwind. So macht sie gleich eine Handvoll Dinge gleichzeitig. Zum einen Betreibt sie seit ungefähr 10 Jahren in Hamburg eine Bar mit dem Namen „Parallelwelt“. Durch Wittlers kreative Führung der Bar wurde die Kneipe über die Jahre aber mehr als eine Bar: Inzwischen ist Parallelwelt ein echtes Kulturzentrum, in dem Künstler auftreten, Kunstwerke ausgestellt werden und sämtliche Veranstaltungen stattfinden.

Nach wie vor macht Tine Wittler dabei alles selbst: Sie hat die Geschäftsleitung, sie bucht die Veranstaltungen und macht die Buchhaltung. Neben dem Betreiben ihrer Bar ist Wittler unter anderem auch mit Mode beschäftigt: So gründete sie vor einigen Jahren das Label und Modeatelier Kingsizequeens. So ganz konnte sich Wittler aber auch nicht vom Rampenlicht trennen: Seit 2016 geht sie mit ihrem eigenen Musikprogramm namens „Lokalrunde – Tresenlieder schlückchenweise“ nämlich auf Tournee und brachte somit auch ein gleichnamiges Studioalbum auf den Markt. Ebenso probiert sie sich seit 2017 als Theaterschauspielerin an einem Hamburger Theater. Auch wenn Tine Wittler also nicht mehr in 4 Wänden zum Einsatz kommt, ist sie immer noch die gleiche.

Nr. 2 – Michael Naseband und Alexandra Rietz

Die nächste Trash-TV-Sendung auf unserer Liste hat gleich zwei unvergessliche TV-Persönlichkeiten hervorgebracht. Die Rede ist von der Kriminalserie K11 – Kommissare im Einsatz. Genau wie „Einsatz in 4 Wänden“ wurde auch K11 über 10 Jahre produziert und im Jahr 2013 abgesetzt. Somit war K11 über lange Zeit ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens, vor allem da die Pseudo-Doku-Serie im Vorabend-Programm von Sat 1 lief. Kein Wunder, dass die Kommissare von K11 im Laufe der Zeit zu echten Fernsehstars wurden – allen voran Michael Naseband und Alexandra Rietz, die beide ursprünglich echte Polizisten waren, die für die Sendung beurlaubt wurden. Michael Naseband hat sich seit der letzten Folge von K11 aus dem Fernsehgeschäft zurückggezogen: Stattdessen schreibt er inzwischen Krimis. Außerdem eröffnete er eine Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt mit dem Namen Nasebands und engagiert sich ehrenamtlich als Botschafter eines Kinderhospizes.

 

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Seine ehamlige Kollegin Alexandra Rietz hingegen verließ die Bildschirme nicht ganz so schnell: So nahm sie unter anderem beim TV-Total-Turmspringen teil und belegte 2014 den siebten Platz bei Promi Big Brother. 2016 bekam sie dann völlig unerwartet im Alter von 44 Jahren ihr erstes Kind – ihre Tochter Ronny. Seitdem hat sich die Ex-Fernsehkommissarin komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und geht laut einigen Facebook-Posts von ihr vollkommen in ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter auf.

Nr. 3 – Peter Ludolf

Ebenfalls alleine ist inzwischen Peter Ludolf. Er ist einer der vier Ludolf-Brüder, die mit ihrer Doku-Sendung von ihrem Schrottplatz  von 2006 bis 2011 das deutsche Fernsehen unsicher machten und so zu einem Quotenhit des Senders DMAX wurden. Trotz ihres erfolgreichen Schrotthandels und ihrer Fernsehbekanntheit ereilte die Brüder im Jahr 2011 dann jedoch ein Schock: Völlig plötzlich verstarb Günther Ludolf an einem Herzinfarkt. Daraufhin wurde die Produktion eingestellt. Zu allem Überfluss zerstritten sich nun aber die übrig gebliebenen Brüder Uwe, Manni und Peter und landeten so schließlich vor Gericht. Über Jahre streiteten sich Uwe und Manni daraufhin mit Peter. Während dieser Zeit verlor Peter sogar über 70 Kilogramm und war auch mental äußerst mitgenommen, bis sich die Brüder dieses Jahr vor Gericht einigen konnten und sich allem Anschein nach wieder versöhnten.

Manni und  Uwe sind mit einer abgewandelten Version der Doku-Sendung inzwischen wieder auf DMAX zu sehen. Peter lebt inzwischen jedoch bei seinen Freunden Nadine und Dirk Lating. Gemeinsam mit ihnen sucht Peter derzeit nach einer neuen beruflichen Aufgabe, nachdem sein Projekt, eine alte Tankstelle zu einem neuen Schrottplatz umzubauen, gescheitert war.

Nr. 4 – Alexander Hold

Als Nächstes kommen wir zu Alexander Hold – ein Name, der Programm war – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn 12 Jahre lang war der Berufsrichter der Publikumsliebling in der nach ihm benannten Trash-TV-Show Richter Alexander Hold. Von 2001 bis 2013 war er somit in über 2000 Folgen zu sehen, die bei Sat 1 ausgestrahlt wurden. Im Laufe dieser Zeit wurde Hold dadurch zu dem wahrscheinlich bekanntesten Richter Deutschlands. Neben seiner eigenen Sendung war er so auch zu Gast in Talkshows wie TV Total, der Harald Schmidt Show oder beim Perfekten Promi Dinner.

 

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Auch wenn seine Show 2013 abgesetzt wurde, war Alexander Hold danach immer noch regelmäßig im Format „Im Namen der Gerechtigkeit“ zu sehen. Allerdings hat er sich nach seiner Zeit als Fernsehdarsteller anderen Prioritäten zugewandt: Seit 2014 engagiert sich Alexander Hold nämlich in der Politik. So ist er seitdem Fraktionsvorsitzender bei den Freien Wählern. Im Namen der Freien Wähler kandidierte er deshalb 2017 sogar für das Amt des Bundespräsidenten. Dabei erhielt er jedoch nur 25 Stimmen, sodass er die Wahl gegen Frank-Walter Steinmeier verlor. Dennoch trägt Hold inzwischen ein politisches Amt: Seit Herbst 2018 sitzt der Richter für die Freien Wähler nämlich im Bayerischen Landtag, nachdem er bei der Landtagswahl deren Spitzenkandidat war.

Seine politische Aufgabe im Landtag nimmt der ehemalige Fernsehrichter übrigens sehr ernst: So ist er dort Mitglied des Landtags-Präsidiums, des Ältestenrates und zahlreicher Ausschüsse. Sollte er in 3 Jahren übrigens nicht wieder in den Landtag gewählt werden, hätte Alexander Hold immernoch die Möglichkeit, in das Richteramt zurückzukehren, da er in den 90er-Jahren zum Richter auf Lebenszeit ernannt wurde.



Nr. 5 – Britt Hagedorn

Kommen wir jetzt zu Britt Hagedorn. Die Moderatorin war 13 Jahre lang das Gesicht und der Name einer der erfolgreichsten deutschen Trash-TV-Talkshows. Tagtäglich schlichtete sie dabei Streitigkeiten zwischen einfachen Personen, ließ Vaterschaftstests und Lügendetektortests machen und sorgte somit für beste Unterhaltung. Im März 2013 war dann allerding Schluss mit der Talkerei. Daraufhin nutzte Britt ihre neugewonnene Zeit zuerst, um sich mehr um ihre 2 Kinder und ihre Familie zu kümmern. Außerdem baut die Familie ein Ferienhaus auf Mallorca, wo Britts Mann ein erfolgreiches Immobilienunernehmen führt. Da das gebaute Haus ihnen sehr gut gefiel, entschied sich die Familie schließlich sogar, auf die spanische Insel auszuwandern.

 

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So ganz kann sich Britt allem Anschein nach trotzdem nicht zur Ruhe setzen: So besitzt sie inzwischen eine eigene kleine Modelinie und verkauft diese über Teleshopping-Sender wie HSE und Channel 21 und moderiert außerdem einmal wöchentlich die Sat-1-Show „Total gesund“.

Nr. 6 – Ingo Lenßen

Zuvorletzt auf unserer Liste der bekannten deutschen Trash-TV-Stars kommen wir zu Ingo Lenßen. Der Jurist wurde durch die Anwalts und Detektivsserie Lenßen und Partner berühmt. Bis diese 2010 abgesetzt wurde, löste er im Rahmen der Trash-TV-Serie immer wieder komplizierte Fälle und war so fester Bestandteil des Sat 1 Vorabend-Programms. Ingo Lenßen war vor seiner Karriere als Fernsehschauspieler tatsächlich Jurist und Anwalt mit eigener Kanzlei.

 

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Da er während der Produktion zu Lenßen und Partner zwar kaum echte Fälle bearbeitete, aber dennoch seine Kanzlei nicht aufgab, ist Ingo Lenßen heute immer noch als Anwalt mit eigener Kanzlei tätig. Neben seiner Kanzlei ist Lenßen beruflich aber auch mit anderen Dingen beschäftigt. So ist er zum Beispiel Geschäftsführer der Advopedia GmbH. Die Firma bietet den Internet-Dienst Advopedia an, bei dem jurstische Tipps, Artikel über Gerichtsurteile und Antworten auf rechtliche Fragen veröffentlicht werden. Nebenbei ist Lenßen aber auch im Fußball aktiv: So fungiert er als Spielerberater für einige brasilianische Spieler und betreut vorrangig Spieler in der 2. und 3. Fußball-Bundesliga. Ingo Lenßen ist als Jurist, Anwalt, Fernsehschauspieler, Unternehmer und Spielerberater also allem Anschein nach ein echter Lebenskünstler.

Nr. 7 – Barbara Salesch

Als Letztes kommen wir nun zu dem weiblichen Pendant von Alexander Hold – und zwar zu Barbara Salesch. Auch Sie ist eine ursprünglich echte Juristin, die über 10 Jahre lang im Trash-TV-Nachmittagsprogramm von Sat 1 zu sehen war – und zwar in der nach ihr benannten Gerichtsshow Richterin Barbara Salesch. Genau wie ihr Kollege Alexander Hold wurde Sie im Jahr 2012 jedoch arbeitslos, da Sat 1. sein Nachmittagsprogramm umstrukturierte. Allerdings ging die Richterin daraufhin nicht zurück in den Staatsdienst, sondern entschied sich für einen radikalen Karrierewechsel:

Von 2012 bis 2014 studierte Salesch nämlich Ölmalerei. Danach begann Sie, eigene Gemälde anzufertigen und sich tiefer in die Kunst einzuarbeiten. Inzwischen werden ihre Werke national und international ausgestellt. Außerdem betreibt die Richterin eine eigene Galerie, in der sie unter anderem Auftragsarbeiten anfertigt und Skulpturen sammelt. Neben ihrer Kunstbegeisterung ist sie übrigens auch Autorin: So schrieb sie 2014 ihr Erfolgsbuch: „Ich liebe die Anfänge! Von der Lust auf Veränderung!“ – ein Titel, der ganz von Ihrem eigenen Leben inspiriert zu sein scheint.

So – und das war es schon wieder mit unseren Trash-TV-Stars der 2000er. Schreibt uns bei der Gelegenheit gerne Mal unten in die Kommentare, von wem ihr gerne mal wissen würdet, was er heute so macht. Ansonsten hinterlasst uns gerne eine Bewertung und schaut für weitere spannende Inhalte unbedingt auf unserer Startseite vorbei! Bis zum nächsten Mal, hier bei Wissenswert.

Bildquelle Titelbild: Instagram

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